Drei Namen tauchen immer wieder auf, wenn es um Smartphones ohne Google geht. Alle drei sind Open Source, alle drei sind alltagstauglich, alle drei bauen auf Android auf. Der Unterschied liegt darin, worauf sie ihren Schwerpunkt legen — und auf welchen Geräten sie überhaupt laufen.
Was alle drei gemeinsam haben#
Der Quellcode des Systems ist öffentlich einsehbar. Jeder kann nachvollziehen, was es tut. Das ist der eigentliche Unterschied zu einem Standard-Handy: Du weißt, was auf deinem Gerät passiert, statt es zu vermuten. (Einzelne herstellerspezifische Treiber bleiben bei allen dreien geschlossen — das lässt sich ohne die Hersteller nicht ändern.)
Sie sind Android — ohne Google im Fundament. App-Store, Kamera, Einstellungen, Navigation, Telefonieren: alles ist da, alles funktioniert vertraut. Die Bedienung müssen die wenigsten neu lernen.
GrapheneOS#
Schwerpunkt: Sicherheit.
GrapheneOS ist das System für Menschen, denen technische Härte wichtig ist. Es geht über das hinaus, was Android ohnehin mitbringt — etwa bei der Frage, wie konsequent Apps voneinander abgeschottet werden und wie fein sich Berechtigungen einzeln steuern lassen.
Ein Detail, das viele überrascht: Wer Google-Dienste doch braucht, kann sie nachinstallieren — GrapheneOS sperrt sie dann in eine Sandbox, wo sie als normale App ohne Sonderrechte laufen.
Die Einschränkung: GrapheneOS gibt es derzeit ausschließlich für Google-Pixel-Geräte. Das ist ein Punkt, über den man ehrlich sprechen sollte — mit dem Hardware-Kauf unterstützt man Google, auch wenn auf dem Gerät danach kein Google mehr läuft. Der Grund ist technischer Natur: Die Sicherheitsfunktionen, auf die GrapheneOS aufbaut, setzen bestimmte Hardware-Eigenschaften voraus.