Was ist Tor?#
Tor steht für "The Onion Router" – das Zwiebelschalenprinzip. Wenn du über Tor surfst, wird dein Internetverkehr nicht direkt ans Ziel geschickt, sondern durch mindestens drei verschiedene Server (sogenannte Relays) geleitet. Jeder dieser Server kennt nur den vorherigen und den nächsten Punkt – nie den gesamten Weg.
Das macht es praktisch unmöglich, eine Verbindung zu dir zurückzuverfolgen. Weder die Website, die du besuchst, noch dein Internetanbieter können sehen, wer du bist und was du tust.
Zusätzlich wird der Datenverkehr dreifach verschlüsselt – eine Verschlüsselungsschicht pro Relay, daher der Name "Zwiebelschalen".
Was ist der Unterschied zu einem VPN?#
Ein VPN leitet deinen Verkehr durch einen einzigen Server des Anbieters. Das schützt dich vor Mitlesen im Netzwerk – aber der VPN-Anbieter selbst kann theoretisch sehen, was du tust.
Bei Tor gibt es keinen einzigen Anbieter, dem du vertrauen musst. Das Netzwerk besteht aus Tausenden von Servern, betrieben von Freiwilligen weltweit.
VPN = schnell, praktisch, ein Anbieter mit Vertrauen
= langsamer, aber kein zentraler Vertrauenspunkt, hohe Anonymität
